Hinweise zu Schutzmassnahmen bei Gottesdiensten während der Corona-Epidemie (gültig ab 21. Oktober 2020)

Mit Wirkung vom 21. Oktober 2020 hat die Regierung des Fürstentums Liechtenstein die Maskentragepflicht in Anlehnung an die Nachbarländer ausgeweitet: Wie in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen gilt in den Kirchen und religiösen Einrichtungen eine Maskentragepflicht. Ausgenommen sind "auftretende Personen", wenn das Tragen einer Maske aufgrund der Art der Aktivität nicht möglich ist.

Die bestehenden “Schutzkonzepte” sind in den einzelnen Pfarreien unseres Erzbistums im Einvernehmen mit der jeweiligen Eigentümerschaft der Kirchgebäude (politische Gemeinden, Stiftungen) weiterhin umzusetzen; dabei ist eine Überregulierung zu vermeiden, welche der Zweckwidmung dieser Gotteshäuser nicht angemessen wäre. Den Gläubigen ist der freie Zugang zu den Gottesdiensten zu gewährleisten, wobei nachstehende Verhaltensgrundsätze zu beachten sind:
1. Je nach Platzverhältnissen im Kirchenraum muss eine Verteilung der Gläubigen mit den allgemein erforderlichen Abständen zwischen den Personen geschehen (derzeit 1,5 Meter); Familien bzw. Personen, die im gleichen Haushalt leben, können jedoch als Gruppe beisammen bleiben.
2. Beim Betreten und Verlassen des Kirchenraumes sind die erforderlichen Abstände einzuhalten und Ansammlungen vor dem Kirchgebäude zu vermeiden.
3. Beim Kommuniongang ist ebenfalls darauf zu achten, dass ein geordnetes, abstandhaltendes Heran- und Wegtreten erfolgt. Wo es möglich ist, legt sich eine “Einbahn”-Lösung nahe.
4. Bei den Gottesdiensten besteht für Gläubige ab dem vollendeten zwölften Lebensjahr die Pflicht, eine Gesichtsmaske zu tragen. Ausgenommen sind "auftretende Personen", wenn das Tragen einer Maske aufgrund der Art der Aktivität nicht möglich ist.
5. Bittgänge und Prozessionen durch die Strassen der Ortschaften finden dieses Jahr nicht statt. Wohl können solche, wo es durchführbar ist, innerhalb der Kirchgebäude und um die Kirchgebäude herum unter Einhaltung der für Gottesdienste bestehenden Regelungen erfolgen.
6. Gottesdienste in Kapellen sind je nach Grösse und Innenraumsituation dann möglich, wenn die nötigen Vorsichtsmassnahmen (Abstand etc.) gewährleistet werden können; dies muss je nach Pfarrei vor Ort entschieden werden.
In Beachtung dieser Hinweise wird es in den einzelnen Pfarreien/Gemeinden gewiss gelingen, das gottesdienstliche Leben den besonderen Umständen entsprechend neu zu entfalten. Der gütige Gott möge alles mit seinem Segen begleiten. Maria, unsere himmlische Mutter, alle Engel und Heiligen seien weiterhin unsere kraftvollen Fürbitter am Throne Gottes.

✠ Wolfgang Haas
Erzbischof von Vaduz

9488 Schellenberg, 20. Oktober 2020